Wie funktioniert eigentlich die Umstellung von normalen Strom auf Solar?
Sie fahren die Landstraße entlang, in der nächsten Ortschaft schmücken schon wieder etliche Kollektoren die Dächer der Häuser. Und während es diese Leute in ihren warmen und hellerleuchteten Häusern sitzen, müssen sie wieder daran denken, dass jene Leute nicht nur etwas für die Umwelt tun , sondern auch noch echte Pfennigfuchser sind.
Das haben Sie sich noch nie gedacht?
Das könnte sich ändern!
Solarstrom ist eine der alternativen, erneuerbaren Energieformen.
Die Sonne, die eine praktisch unerschöpfliche Energiequelle darstellt, wurde schon immer als Energiespender angesehen, doch erst im Technologiezeitalter ist die effiziente Nutzung dieser umweltschonenden Quelle wirklich gelungen. Deutschland als eine der führenden Industrienationen der Welt ist sehr damit bemüht auch in der Umwelttechnologie führend zu sein. Bereits im Jahr 2004 überholte man USA und Japan mit der Anzahl der betriebenen Solarstromanlagen und produzierte 610 Megawatt Öko-Strom.
Doch stellt sich bei diesen Zahlen die Frage, was der Bürger für einen Nutzen aus dem ganzen zieht.
Die Umweltfreundlichkeit solcher Anlagen, gegenüber ihren schwergewichtigen Kollegen, den Steinkohle- oder Atomkraftwerken ist vor allem in Zeiten zunehmender Umweltbelastung hinlänglich bekannt. Doch konnten Gegner alternativer Energien bisher auch immer mit dem finanziell höheren Aufwand modernerer Energiegewinnung, bzw. deren unzureichender Masseneffektivität punkten. Tatsächlich versorgte die Solarenergie im Jahre 2006 beispielsweise nur etwa 0,5% des gesamtdeutschen Verbrauchs.
Diese Zahlen entstammen jedoch einer rein wirtschaftlichen Betrachtung, für den Privathaushalt hingegen lohnen sich Solaranlagen durchaus.
Wie gehe ich vor, wenn ich mich tatsächlich für eine Solaranlage entschieden habe: Wie funktioniert eigentlich die Umstellung von normalen Strom auf Solar?
Verschiedene Förderprogramme vom Staat helfen beim Umstieg auf Solarenergie. Mit Hilfe des Erneuerbare Energie Gesetzes (EEG) wird der gesetzliche Rahmen geregelt und garantiert eine Einspeisevergütung, was die Anschaffung einer Anlage auch wirklich rentabel macht. Die Amortisation vom investierten Kapital kann so früher erfolgen, als bei normalen Bedingungen und macht die Solarenergie attraktiver für die Nutzung durch private Haushalte.
Doch wie gehe ich konkret vor?
Auch bei Solaranlagen gilt: Optimaler Ertrag und Sicherheit sind nur durch optimales Handwerk gesichert.
Die Beschäftigung eines Profis ist hier also durchaus empfohlen. In der Regel finden Sie Fachhandwerker auch direkt in ihrer Nähe.
Wird die Tragkraft und Ausrichtung (wenn möglich immer in Richtung Süden) ihres Daches als geeignet eingestuft, kann es nun endlich los gehen. Der Fachmann wird sie bei der individuellen Anlageplanung unterstützen und auf ihrem Dach eine so genannte Photovoltaikanlage installieren, die auf der Basis von Solarzellen funktioniert. Später unterstützt er Sie bei Wartung sowie Reparatur und berät Sie im Optimalfall zu passenden Kontrollmöglichkeiten.
Jene Photovoltaikanlage erzeugt den elektrischen Strom direkt aus dem Sonnenlicht (Die Solarzellen nutzen auch diffuses Licht und machen die Anlagen so wetterunabhängig)
Bei der Montage am Dach wird in der Regel zwischen zwei Arten unterschieden. Zum einen die Aufdachmontage, bei der die Photovolatikmodule auf eine Trägerkonstruktion geschraubt werden, welche dann auf den Dachziegeln liegt, zum anderen die Indachmontage, bei der spezielle Solarmodule statt Dachziegel benutzt werden. Letztere Variante macht zwar oft einen optisch moderneren Eindruck, ist jedoch auch dementsprechend kostenintensiver und nicht zwingend effizienter. Es gibt übrigens auch Flachdach- oder Bodensolarkonstruktionen. Hersteller bieten mittlerweile bis zu 25 Jahren Garantie auf Photovoltaikanlagen.
Trotz aller Neuerungen an und um ihr Haus ändert sich an der augenscheinlichen Stromversorgung nichts, da sie weiterhin von ihrem Netzbetreiber mit Strom eingedeckt werden. Mit dem Bezugszähler wird der von Ihnen bezogene Strom dann gemessen und bildet den Grundstein ihrer späteren Stromrechnung.
Die Solarenergie optimiert dank neuester Technologie nicht nur die Stromversorgung -
Solarkollektoren ermöglichen es die Warmwasser- und Heizversorgung eines Haushaltes zu managen.
Wer seine Energieversorgung auf Solarstrom umstellt, setzt auf eine moderne Technologie. Die Effizienz der Solaranlagen wird erwartungsgemäß steigen, vor allem dadurch, dass im Bereich Umwelttechnologien wissenschaftlich geforscht wird. Wenn früher Sonnenenergie für die Raumfahrt vorgesehen war, um Satelliten und Raumfahrtgeräte mit Strom zu versorgen, so ist es heute der Anblick von Solarzellen auf Dächern, beinah alltägliches Phänomen. Es ist nicht nur eine rationale Entscheidung, die auf rein wirtschaftliche Faktoren basiert, sondern eine bewusste Entscheidung die Umwelt zu schonen. Die Sonne ist ein kosmisches Kraftwerk mit gigantische Potenzial, welches nicht zu nutzen, eine arrogante Einstellung wäre. Während sich die Vorräte an fossilen Brennstoffen zur Energiegewinnung dem Ende zuneigen, existiert die Sonne seit Äonen von Jahren und wird nicht einfach so verschwinden.
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